Ole Aamodts Node Bog ca. 1750

Auf dem ersten Blatt steht u.a. „Node Bog“, „Aamodt“, „T H Hoff“, „Menueter Engelster Note“, es diente offenbar zum Ausprobieren der Feder und enthält daher den Namen Aamodt gleich mehrmals, wie auch andere Wörter. Auf S. 8 befindet sich die Jahreszahl 1826 in römischen Ziffern, ebenso auf S. 11 die Inschrift „Thorvald Heyerdahl Hoff den 17 Januar 1826“. Auf S. 37 findet sich noch eine jüngere Angabe: „xxx den 12 April 1839“, der Name ist leider unleserlich. Es ist nicht immer klar, wann die Inschriften angebracht wurden, ob gleichzeitig mit den Noten auf derselben Seite oder erst viel später.

Gemäss Magnar Osland stammte Ole Aamodt (1777-1838) aus Aurskog in Akershus. Das Notenbuch wird aufgrund des Repertoires als älter eingestuft, jedenfalls aus der zweiten Hälfte des 18. Jh. Es muss später in den Besitz von Thorvald Heyerdahl (1801-1881) gelangt sein. Dessen Sohn Anders Heyerdahl (1832-1918), Geiger, Komponist und Heimatforscher, setzte später mehrere Melodien aus diesem Notenbuch für Klavier neu und sammelte jahrelang Volksmusik in der Gegend von Aurskog und Hallingdahl. Er ist übrigens der Grossonkel von Thor Heyerdahl, dem Leiter der berühmten Kon-Tiki-Expedition und der Urgrossvater der norwegischen Jazzlegende Karin Krog.

Da Aamodt deutlich jünger ist als das Repertoire im Notenbuch, stellt sich die Frage, wem das Notenbuch zuvor gehört haben könnte. Welche mindestens drei Hände haben es gefüllt? Osland stellt die Vermutung auf, dass das Notenbuch zuvor Amund Hansen Gunhildrud (Kvaksrud) (1703-1793) und seinem Sohn Hans Amundsen Ullerud (1734-1814) gehört haben könnte, die beide Fiedler gewesen seien und aus derselben Gegend stammten wie Aamodt. Als Balterud 1770 einen Vertrag mit dem bekannten Stadtmusiker Høeg erhielt, beschwerten sie sich darüber mit der Begründung, dass sie selbst einen Vertrag mit Heinrich Meyer aus dem Jahr 1736 hätten, der ihrer Meinung nach noch nicht abgelaufen war. Wenn es zutrifft, dass das Buch Hans Amundsen Ullerud gehörte, kann man davon ausgehen, dass das Repertoire im Buch das gleiche ist wie das von Heinrich Meyer verwendete. Als Musikverleger hatte Ullerud wahrscheinlich vollen Zugang zu Meyers Repertoire. Dies könnte bedeuten, dass das Buch einen großen Teil des Repertoires enthält, das in Christiania/Oslo (und offenbar auch östlich davon) in der ersten Hälfte des 18. Jh gespielt wurde. Denn Heinrich Meyer wiederum war zuvor ca. ab 1695 Lehrling des Stadtmusikers Paul Kröplin in Bergen gewesen und 1710 zusammen mit zwei anderen Musikern aus Bergen nach Christiania geholt worden. Der vorherige Stadtmusiker, Charles Barroyer, war 1701 gestorben und die Stelle war von seiner Witwe und seinem Sohn übernommen worden. Das sei jedoch offenbar nicht gut genug gewesen, und daher wurde Meyer eingestellt und diente ab 1715 als Stadtmusiker. Er heiratete 1721 die Tochter von Barroyer und übernahm 1732 offiziell das Amt, das er bis zu seinem Tod im Jahr 1758 innehatte. Vielleicht gehörte Meyer dieses Notenbuch, bevor es über Ullerud und Aamodt zu den Heyerdahls kam?

Die Digitalisate des Originalmanuskripts findest Du auf der Seite des dänischen Sammlers Tage Aabech.

Die ca. 125 Stücke sind fast durchgehend im französischen Violinschlüssel geschrieben, d.h. das G befindet sich auf der untersten Zeile, nicht auf der zweituntersten. Wer geübt ist im Lesen des Bassschlüssels, kann beim Anschauen von Original und Transkript einfach ignorieren, dass vorne ein Violinschlüssel steht, denkt sich das Ganze im Bassschlüssel und erkennt sofort die Tonhöhe.

Nachfolgend findest Du jeweils das Originalstück, das zeilengetreue Transkript mit Anmerkungen zum Download unter einer CreativeCommons-Lizenz sowie ein ‚klingendes Leadsheet‘ der Neufassung. Die Neufassungen mit Bogenstrichen und Harmonisierungsvorschlägen kannst Du nachfolgend als einzelne Seiten beziehen.


Nå har jeg mistet deg Aamodt 2

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Galiard Aamodt 10a

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Menuet Nå har jeg mistet deg Aamodt 10b, 11a

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Marsch Aamodt 12

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Håp om bedre tider Aamodt 21

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Menuet Madam Schel Aamodt 37a

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Menuet Aamodt 38a

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Menuet Aamodt 46a

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Airie Aamodt 48

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Dansche Aamodt 54

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Aire Aamodt 56

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Menuet Aamodt 64

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Menuet Aamodt 66

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Englis Aamodt 78

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